Passen Struktur und Freiheit zusammen?

Mein Jakobsweg war ein Wunsch nach gelebter Freiheit. Weg vom Alltag mit Haushalt, Business, Beziehung, eben alles, was dazu gehört. Dieser Wunsch „weg von allem“ ist zu finden in der Sehnsucht nach Urlaub, gerade wenn wir eingeschränkt werden, wie zur Zeit durch die Pandemie, spüren wir sie sehr deutlich, oder? 

Spannend allerdings war am Jakobsweg, wie schnell Strukturen wichtig geworden sind für mich. Es hat ganze 2 Tage gebraucht, da war ich wieder in einer Tagesstruktur:
Morgens aufstehen – am besten dann, wenn alle schon weg waren.
Frühstück. Losgehen – selbst beim Gehen war es letztendlich eine eingeschränkte Freiheit, den ich bin Wegweisern gefolgt und bin nicht gegangen, wohin es mich gerade treibt. 
Für das Mittagessen ein Plätzchen suchen  irgendwo in der Natur.  Schläfchen halten. Weiterwandern. 
Unterkunft suchen. Duschen, ausruhen.
Restaurant für Abendessen suchen. Schlafen gehen.
Und so glichen sich die Tage in ihrer Struktur. Und es war wunderbar. 

Ich denke, es ist wichtig, einmal hinzuschauen:

Sind die Strukturen, die ich mir gebe wirklich so einengend, wie ich sie empfinde? Lasse ich mich von den Strukturen, die draußen herrschen mehr beeinflussen, als mir lieb ist? (was denken die Nachbarn usw.)

Vielleicht gilt es auch die Freiheit zu entdecken, die innerhalb von Strukturen sind. 

Für mich war das Gehen mit dem Blick nach dem gelben Pfeil, Freiheit und Struktur gleichzeitig. 

Und wie sieht es in unserem Business Alltag aus? Lassen wir uns einschränken? Oder empfinden wir es nur so? Können wir Befreiung in der Struktur finden? Was meinst du dazu?

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