No Pain no Glory! Stimmt nicht – Schluss mit der Überanstrengung

No Pain no Glory! Stimmt nicht – Schluss mit der Überanstrengung

2013 bin ich das erste Mal auf den Jakobsweg gestartet. Leider endete dieser Versuch nach 10 Tagen, mein Partner hatte ein kaputtes Knie und wir flogen wieder nach Hause. Und ganz ehrlich, ich hätte diesen Weg nicht durchgehalten, meine Beine waren in diesen 5 Wandertagen bereits überbeansprucht.

Wir waren mit dieser Leidensgeschichte nicht alleine. Gesehen und erlebt habe ich in dieser kurzen Zeit einiges: schmerzverzehrte Gesichter von Pilgern, die humpelnd zur nächsten Schlafstätte unterwegs waren. Schlaftrunkene Menschen, die morgens um 5.00 Uhr die Nachtruhe aller im Raum gestört haben – nur um rechtzeitig an der erwünschten Herberge zu sein (rechtzeitig heißt mittags um 12.00 Uhr??!)
Pilger, die ganz klar einen Gehrekord aufstellen wollten, mindestens 30 Kilometer pro Tag müssen es sein…

Aber muss diese Anstrengung wirklich sein?

Für mich war klar: Nein, ich will nicht leiden.

Ich startete 2014 nochmal, diesmal alleine. Und diesmal mit richtiger Vorbereitung:

Termin bei Personal-Trainer, um meine Kondition zu überprüfen und Tipps zu bekommen.
Wöchentliche Walking-Einheiten, um Kondition aufzubauen.
Ausrüstung nochmals reduziert, um Gewicht zu sparen.
Mit Rucksack auf dem Rücken durch den Wald gewandert, um mich daran zu gewöhnen.
Und mit Rucksack auf dem Rücken vor dem Bügelbrett gestanden und gebügelt – ich habe jede Möglichkeit genutzt.
Die Reiseroute nochmals verändert, um mit einer leichten Tagestour zu beginnen.
Die ersten beiden Tage nur jeweils 10 km gelaufen, dann langsam gesteigert.

Fazit:

780 km wandern durchgehalten, ohne eine einzige Blase an den Füßen. Ich konnte mich gut auf mich und mein Innenleben konzentrieren. Und ich konnte viele tolle Begegnungen genießen und habe überraschende Erkenntnisse gewonnen.

Es war anstrengend, aber ich brauchte nicht zu leiden!

Und so leite ich auch mein Business.
Ich versuche, vieles vorausschauend zu planen und was geht, weit vor dem Termin zu erledigen.
Mein Körper ist ein guter Kompass: Pause, gute Ernährung, geschärfte Intuition, Zugang zu meiner Kreativität, all das kann ich in mir ablesen (und danach auch handeln – aber das ist durchaus noch ausbaufähig!)

Schluss mit dem Mythos: Arbeit muss anstrengend sein. Ich mach da nicht mehr mit.

Und wie sieht es bei Ihnen aus?

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